Installation für Admins
Diese Seite richtet sich an IT-Administratoren, die Remote-Access dauerhaft auf einer Geräteflotte ausrollen oder einen Server für unbeaufsichtigten Zugriff einrichten wollen.
Endkunde mit einmaligem Supportbedarf?
Du brauchst diese Seite nicht. → Startseite ist alles, was du brauchst: Download-Button drücken, ID dem Support nennen, fertig.
Welche Variante wofür?
| Variante | Zielgruppe | Authentifizierung | Persistenz |
|---|---|---|---|
| QuickSupport (Portable) | Endkunden, einmaliger Support | „Annehmen"-Dialog pro Sitzung | keine — schließen = weg |
| QuickSupport (MSI) | Endkunden auf verwalteten Windows-Geräten | „Annehmen"-Dialog pro Sitzung | bleibt installiert, Tray-App |
| Unattended | Server, immer-an Workstations, Kiosks | Passwort, kein Dialog | als Windows-Dienst |
Die zwei Varianten teilen sich Branding, Schlüssel und Server-Konfiguration — sie unterscheiden sich nur in fünf Verhaltens-Knöpfen (Approve-Mode, Direction, Installation, Settings-Access, Tray-Sichtbarkeit). Siehe branding/variants/*.env im Repo für die genaue Aufstellung.
Windows — MSI ausrollen
Interaktiv (manuell)
Doppelklick auf die .msi → Installer-UI → Standard-Pfad C:\Program Files\Remote-Access\. Nach Installation startet der Client automatisch bei Anmeldung als Tray-Anwendung.
Silent (PowerShell / cmd)
msiexec /i "bg-quicksupport-x86_64.msi" /qn /norestart/qn— kein UI, keine Dialoge/norestart— auch bei pending-Reboot nicht durchstarten- Exit-Code 0 = OK, 1641 = Restart nötig aber unterdrückt, 3010 = Restart eingeplant
Microsoft Intune
.intunewinpacken mit dem Microsoft Win32 Content Prep Tool:textIntuneWinAppUtil.exe -c <msi-folder> -s bg-quicksupport-x86_64.msi -o <output>Apps → Windows → Hinzufügen → Win32-App in Intune:
- Installation:
msiexec /i "bg-quicksupport-x86_64.msi" /qn /norestart - Deinstallation:
msiexec /x "{ProductCode}" /qn - Erkennungsregel: MSI-Produktcode auto-erkennen (Intune liest ihn aus dem
.intunewin)
- Installation:
Zuweisung: Required → Geräte- oder Benutzergruppe.
Gruppenrichtlinie (GPO)
Für AD-verwaltete Domänen ohne Intune:
- MSI auf eine SMB-Freigabe legen, die für Domain Computers Lesezugriff hat (
\\fileserver\software$\Remote-Access\bg-quicksupport-x86_64.msi). - Computer-Konfiguration → Richtlinien → Softwareeinstellungen → Softwareinstallation → Neues Paket — UNC-Pfad zur MSI, Zugewiesen wählen (nicht „Veröffentlicht", das ist für User-GPOs).
gpupdate /forceauf einem Test-Client. Installation passiert beim nächsten Reboot.
SCCM / MECM
Standard-MSI-Application: msiexec /i als Install-Command, msiexec /x {ProductCode} als Uninstall, MSI-Erkennungsmethode auto.
Unattended — Dauerzugriff einrichten
Die Unattended-Variante installiert sich als Windows-Dienst und ist Passwort-authentifiziert. Eingehende Sitzungen brauchen keinen „Annehmen"-Klick — der Server akzeptiert jede Verbindung, die das richtige Passwort liefert.
Vor dem Rollout
Setze ein starkes, individuelles Passwort pro Gerät. Ein einheitliches Passwort über die ganze Flotte = ein Leak = jedes Gerät offen. Verteile per Geräte-spezifischen Mechanismus (Intune-PowerShell-Script, Ansible, etc.).
Installation
bg-remoteaccess-x86_64.msiausrollen (gleiche Methode wie QuickSupport-MSI — siehe oben).Nach Installation läuft der RustDesk-Dienst als
LocalSystem. Prüfen mit:powershellGet-Service "*RustDesk*"Passwort setzen — als Admin via Client-Binary:
powershell& "C:\Program Files\{{ appName }}\rustdesk.exe" --password "<starkes-passwort>"
Verbindung von Admin-Seite
Der verbindende Admin gibt die Geräte-ID + Passwort ein. Es erscheint kein Accept-Dialog auf dem Server — Sitzung startet sofort.
Anwendungsfälle
- Server / VM, an dem normalerweise niemand sitzt
- Kiosk-PC, der nicht physisch bedient werden kann
- Service-Desk-Workstations, die 24/7 erreichbar sein müssen
Nicht geeignet für Endkundengeräte — dort widerspricht die fehlende Sitzungs-Bestätigung den meisten Datenschutz-Anforderungen.
macOS — Deployment
Notarisierungs-Status
Das Bundle ist aktuell nicht notarisiert (kein Apple-Developer-ID-Signatur-Round-Trip durch notarytool). Beim ersten Start zeigt macOS Gatekeeper deshalb:
„Remote-Access kann nicht geöffnet werden, da Apple sie nicht auf Schadsoftware überprüfen kann."
Manueller Override (Einzelgerät)
- Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit
- Im Abschnitt Sicherheit: „Remote-Access wurde blockiert" → „Trotzdem öffnen"
- Einmalig pro Gerät. App startet danach normal.
MDM-Deployment (Jamf, Munki, Kandji, Mosyle)
- Bundle als
.pkgin eine PPPC-Profil-Policy einbinden, dieScreenCaptureundAccessibilityfür die App-Bundle-ID vorgewährt - Damit überspringt der erste Start beide System-Prompts — Nutzer sieht direkt die ID
- Bundle-ID + Code-Requirement aus
codesign -dvvv Remote-Access.appextrahieren
macOS-Berechtigungen (manuell)
Beim ersten Start fragt macOS nach:
- Bildschirmaufnahme — damit Support den Bildschirm sieht
- Bedienungshilfen — damit Support Maus/Tastatur steuern kann
Beide erforderlich für eine funktionierende Sitzung.
Android — Sideload + MDM
Manueller Sideload (Einzelgerät)
- Einstellungen → Apps → Spezieller App-Zugriff → Unbekannte Apps installieren → für den verwendeten Browser/Datei-Manager aktivieren
- APK herunterladen, antippen, Installieren
- Beim Start: Bildschirmaufnahme / Casting erlauben
MDM (Intune for Android, Workspace ONE, Knox)
Standard-APK-Distribution über Managed Google Play oder direkt als Line-of-Business-App:
- Intune: Apps → Android → Line-of-business App → APK hochladen → Zuweisung „Required"
- Berechtigungen vorab per Android App Configuration Policy gewähren, dann kein User-Prompt beim Start
Wo werden Daten gespeichert?
| Plattform | Lokaler Konfigurationspfad |
|---|---|
| Windows (MSI) | %APPDATA%\Remote-Access\ + Dienst-Settings unter C:\Windows\ServiceProfiles\LocalSystem\AppData\Roaming\Remote-Access\ |
| Windows (Portable) | Nur im Speicher während des Betriebs |
| macOS | ~/Library/Application Support/Remote-Access/ |
| Android | App-interner Speicher, kein nutzerlesbarer Pfad |
Nicht gespeichert: Sitzungs-Bildschirminhalte, Tastatureingaben, Mauszustand, Clipboard-Inhalte. Dieser Traffic läuft Ende-zu-Ende-verschlüsselt zwischen den beteiligten Geräten und passiert die Remote-Access-Server nur als opaque relay (wenn überhaupt — direkte P2P-Verbindung wird bevorzugt, siehe docs/networking.md im Repo).